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14.12.2016 ISH 2017 zeigt die Trends bei Kachelöfen, Kaminen, Kamin- und Pelletöfen

Wohlfühlwärme durch CO2-neutrale Holzheizsysteme im Wohnraum

Die Faszination des Heizens mit Holz ist ungebrochen. In der Urzeit wärmten sich die Menschen gemeinsam am Lagerfeuer. Heute versammeln sich die Hausbewohner an kalten Tagen gemütlich vor einer modernen, gezähmten Art der offenen Feuerstätte: vor einem Kachelofen, Heizkamin oder Kaminofen, der wohlige Wärme verbreitet. Das Knistern, Prasseln, Flackern und Glühen des Feuers hilft nach einem stressigen Tag dabei, sich zu entspannen. Hinzu kommt, dass zum Beispiel die milde Wärme eines Kachelofens viel langwellige Strahlung enthält, die auf angenehme Art tief unter die Haut geht. Messversuche österreichischer Forschungsinstitute ergaben, dass Kachelofenwärme sowohl die psychische Entspannung als auch die Belastbarkeit des Menschen fördert.

Holzheizsysteme tragen zum Klimaschutz und zur Nachhaltigkeit bei

Moderne Einzelfeuerstätten leisten einen positiven Beitrag zum Klimaschutz. Denn Holz verbrennt generell CO2-neutral, das heißt, es wird nur so viel Kohlendioxid freigesetzt wie vorher beim Pflanzenwachstum gebunden wurde. Zusätzlich schont die Holzfeuerung den Vorrat an fossilen Energieträgern. Durch die Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärmebereitstellung konnten laut Statistischem Bundesamt im Jahr 2013 in Deutschland Treibhausgasemissionen in Höhe von etwa 38 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente vermieden werden. Das CO2-neutrale Heizen mit Holz trägt somit maßgeblich zur Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung bei.

Zudem ist der nachwachsende Brennstoff Holz regional verfügbar. Dadurch erhöht sich zum einen die Versorgungssicherheit der Verbraucher in Deutschland. Zum anderen profitieren sowohl die Ökobilanz als auch die heimische Wirtschaft von den kurzen Transportwegen und der regionalen Wertschöpfung und Beschäftigung.

Zudem wächst in Deutschland mehr Holz nach, als eingeschlagen wird. Laut der 3. Bundeswaldinventur (April 2016) hat der Holzvorrat eine Rekordhöhe erreicht. Innerhalb von zehn Jahren sei er um 7 Prozent weiter angestiegen. Und mit 3,7 Mrd. m³ Gesamtvorrat stehe im deutschen Wald mehr Holz als in jedem anderen Land der EU.

Emissionen durch den Austausch alter Feuerstätten verringern

Moderne Einzelraumfeuerstätten sind emissionsarm, auch wenn eine absolut emissionsfreie Verbrennung von Scheitholz oder Holzpellets rein technisch unmöglich ist. Dieser Problematik ist sich die Branche bewusst und hat deshalb die Einführung von Anforderungen an Feuerstätten für feste Brennstoffe im Rahmen der Novellierung der
1. Bundesimmissions-schutzverordnung (1. BImSchV) ausdrücklich unterstützt. Die zweite Stufe mit verschärften Grenzwerten trat zum 1.1.2015 in Kraft. Dies bedeutet zum Beispiel, dass bei den Raumheizern mit Flachfeuerung (typische Kaminöfen) die Emissionsgrenzwerte für CO von 2,00 auf 1,25 g/m³ und für Staub von 0.075 auf 0,04 g/m³ abgesenkt wurden. Außerdem muss ein Mindestwirkungsgrad von 73 Prozent erreicht werden. Noch schadstoffärmer arbeiten neue Pelletöfen: Bei den Modellen ohne Wassertaschen betragen die aktuellen Grenzwerte
0,25 g/m³ (CO) und 0,03 g/m³ (Staub) bei einem Wirkungsgrad von mindestens 85 Prozent. Diese Werte sind bei einer Typprüfung einzuhalten.

Eine drastische Verringerung der aktuellen Emissionen bis zu
69 Prozent hält der HKI Industrieverband Haus-, Heiz und Küchentechnik für möglich, wenn alle Geräte, die älter als 20 Jahre sind, ausgetauscht würden. Denn gegenüber einer vergleichbaren Holzfeuerstätte aus dem Jahr 1980 emittiere eine moderne Holzfeuerstätte nur etwa ein Siebtel der CO- und Staubemissionen. Der HKI schätzt, dass es unter den 10 bis 11 Mio. Einzelraumfeuerstätten in Deutschland etwa 4 bis 5 Mio. veraltete Feuerstätten gibt (alle vor der 1. Stufe der 1. BImSchV) und entsprechend den Vorschriften der 1. BImSchV stillgelegt, nachgerüstet oder ausgetauscht werden müssen. Außerdem würden weitere 4 bis 4,5 Mio. Anlagen nicht mehr dem aktuellen Stand der Technik entsprechen, weil sie nur die 1. Stufe der
1. BImSchV erfüllen.

Die passende Wohlfühlwärme für jedes Haus und jeden Geschmack

Moderne, schadstoffarme und effizient arbeitende Einzelraum-feuerstätten sind sehr vielseitig und flexibel. Sie passen sich sowohl optisch als auch wärmetechnisch in jede Wohnumgebung ein - egal ob klassisch, puristisch, zeitlos oder modern, egal ob Niedrigenergiehaus oder Altbau. Realisieren lässt sich die individuelle Wohlfühl-Atmosphäre mit einer Vielzahl von unterschiedlichen Größen, Formen, Designs und Oberflächenmaterialien sowie mit einer passenden Feuerungstechnik.

Bei Öfen und Heizkaminen sehr beliebt sind große, manchmal auch verschiebbare Panorama-Sichtscheiben, die sogar von mehreren Seiten den Blick aufs Flammenspiel ermöglichen. Insbesondere in Neubauten im Kommen sind vielfältig gestaltbare Kleinkachelöfen, welche auf kompaktem Raum ein schönes Feuererlebnis und eine milde Strahlungswärme über den Ofenmantel bieten.

Noch umweltfreundlicher, effizienter und kostensparender wird das Heizen in Verbindung mit wasserführenden Kachelöfen, Heizkaminen, Kamin- und Pelletöfen. Ein meist in der Feuerstätte integrierter Wärmeüberträger ermöglicht über einen Pufferspeicher die Verbindung mit dem Zentralheizsystem. An kalten Tagen kann die Einzelfeuerstätte dann zum Beispiel eine Elektro-Heizwärmepumpe oder ein Gas-Brennwertgerät wirksam unterstützen und deren Energieverbrauch reduzieren. Gleichzeitig verringert sich die Wärmeabgabe im Aufstellraum, so dass dieser selbst in sehr gut wärmegedämmten Häusern nicht überhitzt wird. Pelletöfen mit Vorratsbehälter ermöglichen zudem einen automatischen, bedarfsorientierten und unterbrechungsfreien Heizbetrieb. Sowohl mit Blick auf die Emissionen als auch auf die Energieeffizienz ist der Einsatz einer elektronischen Verbrennungssteuerung vorbildlich. Wird diese mit einem Touchpanel, einer Fernbedienung oder sogar mit dem heimischen WLAN-Netz und einem Smartphone oder Tablet kombiniert, lässt sich die Wohlfühlwärme noch bequemer regulieren – ohne das gemütliche Sofa verlassen zu müssen.

Die entscheidenden Trends im Bereich der effizienten Zukunftstechnologien und der intelligenten Gebäudetechnik präsentiert die ISH vom 14. bis 18. März in Frankfurt am Main. Über 2.400 Aussteller, darunter alle Markt- und Technologieführer aus dem In- und Ausland, werden hier erstmals ihre Weltneuheiten vorstellen. Das Motto der ISH 2017 lautet “Water. Energy. Life.“. Mit einer einzigartigen Angebotsbreite und –tiefe im Bereich Kachelöfen, Kamine, Kamin- und Pelletöfen ist sie gleichzeitig der bedeutendste Branchentreffpunkt für die gesamte Ofenwirtschaft.

Weitere Informationen zur ISH unter www.ish.messefrankfurt.com

Hintergrundinformation Messe Frankfurt

Die Messe Frankfurt ist mehr als 640* Millionen Euro Umsatz und 2.364* Mitarbeitern eines der weltweit führenden Messeunternehmen. Die Unternehmensgruppe besitzt ein globales Netz aus 30 Tochtergesellschaften und 55 internationalen Vertriebspartnern. Damit ist die Messe Frankfurt in 175 Ländern für ihre Kunden präsent. An rund 50 Standorten in der Welt finden Veranstaltungen „made by Messe Frankfurt“ statt. Im Jahr 2016 fanden unter dem Dach der Messe Frankfurt 138* Messen statt, davon mehr als die Hälfte im Ausland.

Die 592.127 Quadratmeter große Grundfläche des Messegeländes umfasst zehn Hallen. Weiterhin betreibt das Unternehmen zwei Kongresszentren. Für Events aller Art ist die historische Festhalle einer der beliebtesten Veranstaltungsorte Deutschlands. Die Messe Frankfurt befindet sich in öffentlicher Hand, Anteilseigner sind die Stadt Frankfurt mit 60 Prozent und das Land Hessen mit 40 Prozent.

Weitere Informationen über das Unternehmen finden Sie unter http://m-es.se/Za3t

* vorläufige Kennzahlen 2016

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