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Sustainable Bathroom

Badrenovation – Nachhaltigkeit als Schlüsselfaktor bei der Badplanung

Das Lifestyle-Badezimmer soll nicht nur schick aussehen, sondern auch nachhaltig sein – so die Forderung von immer mehr Bauherren bei der Badsanierung. Neben einer ohnehin auf eine lange Lebenszeit ausgerichteten Nutzungsdauer sind bereits viele Ausstattungsprodukte im Badezimmer auf Sparen eingestellt: mit wassersparenden Armaturen, optimierten WC-Spülungen und reinigungsfreundlichen, randlosen WCs, hygienischen Oberflächen oder einem hohen Duscherlebnis mit wassersparenden Regenduschen. Deutsche und internationale Sanitärunternehmen entwickeln nicht nur ressourcensparende Produkte für den Dauerbetrieb, sondern achten bei der Produktion auch auf nachhaltige Produktions- und Qualitätsstandards. Das i-Tüpfelchen ist die hohe Designqualität bei der Entwicklung neuer Produkte, die eine langjährige Nutzung garantiert.

Das Trendthema Sustainable Bathroom bzw. Nachhaltigkeit generell ist bei der ISH und im Rahmen des Trendforums Pop up my Bathroom bereits mehrfach als Trend visualisiert worden – und wird es ganz besonders zur ISH 2023. Es wird in den nächsten Jahren immer mehr die Badplanung und die Badrenovation prägen und die Kaufentscheidung von gewerblichen und privaten Bauherrinnen und Bauherren beeinflussen.

Nachhaltigkeit ist auch ein Thema, wenn es um die lange Nutzbarkeit des Bades – auch im Alter oder bei körperlichen Einschränkungen. Damit rücken Lösungen für barrierefreie Badezimmer und das Pflegebad genauso in den Fokus.

Zero Waste Bathroom

Das beste Nachhaltigkeitskonzept? Gleich gar keinen Müll produzieren! Um anschaulich zu machen, wie Zero Waste auch im Badezimmer funktionieren kann, werden auf der ISH und in der Pop-up-my-Bathroom-Ausstellung Produkte namhafter Sanitärhersteller (teilweise noch im Prototypen-Stadium) wie auch branchenfremde Produkte verwendet. So soll die Zero Waste-Thematik für den Bereich Badezimmer möglichst gesamtheitlich betrachtet werden. Komponenten werden unter anderem sein:

  • Reinigungsfreundliche Sanitärprodukte (spüllrandlose WC´s etc.)
  • Recyclingfähige Badmöbel und Sanitärkomponenten wie beispielsweise Stahlemaille
  • wassersparende Sanitärprodukte (berührungslose Armaturen, 2-Mengen-WC-Spülung
  • Möbel und Materialien, die in ihre Bestandteile aufgegliedert sind
  • Recycelte und recyclingfähige Badtextilien z.B. Teppiche

Lösungen für das Pflegebad bzw. altersgerechte Bad

Die Gesellschaft wird älter, immer mehr Menschen möchten aber im Alter selbst bestimmt zuhause wohnen bleiben. Dies gelingt aber nur dann, wenn die Wohnung über ein Badezimmer verfügt, das die Kriterien „barrierefrei“ oder „altersgerecht“ erfüllt. Schwerpunkt für den Bau oder Umbau von Badezimmern bedeutet, bereits bei der Planung die langlebige Nutzung des neu gebauten oder umgebauten Badezimmers zu berücksichtigen. Damit dies gelingt, muss es den verschiedensten Bedürfnissen und Nutzergruppen jederzeit gerecht werden: Jungen Familien mit Kindern ebenso wie Senioren und Menschen mit Handicap. Gleichzeitig sollte das Bad ausreichend Bewegungsfreiheit für eine weitere Person bieten, die bei der Körperpflege zur Seite steht. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um einen älteren oder behinderten Menschen handeln, der Hilfestellung erhält. Die Mutter, die ihr Kind wäscht, braucht nämlich ebenso Platz.

Aktion Barrierefreies Bad

Fördermöglichkeiten für Altersgerechte Bäder

Dass die baulichen Gegebenheiten und die Ausstattung des Badezimmers entscheidende Faktoren für ein möglichst langes selbstständiges Leben in den eigenen vier Wänden sind, ist allgemeiner Konsens in Gesellschaft und Politik. Bis 2035 werden laut einer Studie des Instituts für Wohnen und Umwelt (IWU) rund zwei Millionen altersgerechte Wohnungen fehlen. Um dieser immensen Versorgungslücke entgegenzuwirken, stellt der Bund seit vielen Jahren Gelder beispielsweise im KfW-Programm „Altersgerecht Umbauen“ oder die Pflegekasse für einen notwendigen Umbau zur häuslichen Pflege zur Verfügung. Auf der ISH 2023 wird die gemeinschaftliche Aktion Barrierefreies Bad (ABB) von VDS (Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft e.V.) und ZVSHK (Zentralverband Sanitär Heizung Klima) umfassende Informationen dazu anbieten.

Pflegebad - Praxisbeispiele für Ausstellung und Installation

Ebenfalls gemeinschaftlich wird das Thema Pflegebad präsentiert. Bereits 2018 führte der (ZVSHK) in Kooperation mit Verbänden und Industrieunternehmen die Studie „Erfolgsfaktor Badezimmer für die ambulante Pflege“ durch. In der Evaluation wurden neben Analyse und Bewertung der Ist-Situation auch ein Anforderungskatalog sowie Leitlinien für an die Pflege angepasste Bäder formuliert. Präsentiert wurden die Studienergebnisse den Fachbesuchern auf der Weltleitmesse ISH 2019 im Rahmen eines Erlebnisraumes „Pflegebad 2030“.

Im Nachgang beauftragte der ZVSHK die Studie „Optimierung der Ausführung und Finanzierung von pflegegerechten Bädern im Rahmen der Wohnungsanpassung“. Sie wurde vom Spitzenverband Bund der Kranken- und Pflegekassen gefördert und gibt konkrete Antworten auf die Fragen nach den baulichen Mindestanforderungen für Pflegebäder. Neben dem Anforderungsprofil definiert sie außerdem konkrete Lösungen für Bestandssanierungen auf engstem Raum. Eine Präsentation dieser Ergebnisse mit realen Anschauungs- und Praxisbeispielen – sowohl für die Ausstellung als auch die Installation – wird auf der ISH 2023 zu sehen sein.