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11. – 15. März 2019 Frankfurt am Main Tickets & Anmeldung

Top-Themen ISH Energy

Der effiziente Umgang mit Energie ist eines der wichtigsten Themen unserer Zeit. Die ISH ist der wichtigste Impulsgeber für zukunftsweisende Gebäudetechnik. Ob Lösungen für Heizung, Klima oder für die Anlagen-, Raum- und Gebäudeautomation: die Bedeutung des Bereichs Energy wächst kontinuierlich. Das spiegeln auch die Top-Themen wider.

Moderne Heizsysteme: ISH 2019 präsentiert High-Tech für die Wärmewende

Ambitionierte Ressourcen- und Klimaschutzziele in Europa und Deutschland kennzeichnen den energie- und wirtschaftspolitischen Diskurs der letzten Jahre. Ein Schlüssel für die Erreichung dieser Ziele liegt im größten Energieverbrauchssektor Europas und Deutschlands, dem Wärmemarkt. Dieser bietet die höchsten Energieeinspar- und CO2-Minderungspotenziale überhaupt.

Sowohl in Europa, insbesondere aber in Deutschland ist der Anlagenbestand dramatisch veraltet. Von rund 21 Millionen zentralen Wärmeerzeugern in deutschen Heizungskellern entsprechen rund zwei Drittel nicht mehr dem Stand der Technik und verbrauchen zu viel Energie. Sowohl für die Modernisierung, als auch für den Neubau bietet die Heizungsindustrie ein umfangreiches Portfolio an hocheffizienten Lösungen.

Hybride Systeme ermöglichen hohe Effizienzgrade und die Einkopplung von erneuerbaren Energien. Eine Variante des hybriden Systems stellt die Wärmepumpe in Kombination mit einem Brennwertgerät dar. Die Wärmepumpe übernimmt in Zeiten, in denen ein geringer Wärmebedarf herrscht, die Teillast. Besteht ein hoher Wärmebedarf, wie etwa im Winter, federt das Brennwertgerät die Spitzen ab. Ebenso kann die Wärmepumpe nach dem gleichen Prinzip mit einem Festbrennstoffkessel kombiniert werden. Auch die Kombination eines Brennwertgerätes mit einer solarthermischen Anlage gilt als hybrides System und kann sowohl im Bestand, als auch im Neubau eingesetzt werden. Gerade hier ist aufgrund des geringen Wärmebedarfs die Wärmepumpe als alleinstehende Lösung gut geeignet. Wünscht sich der Betreiber ein hohes Maß an Energieautarkie, kann er diese mit einer PV-Anlage kombinieren und so den selbstproduzierten Strom zum Heizen nutzen.

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In Zukunft kann die Wärmepumpe in Verbindung mit einer PV-Anlage und einem elektrischen Speicher auch im Zentrum eines Home Energy Management Systems (HEMS) stehen. Der Energiemanager koordiniert das Zusammenspiel von Verbrauchern und Erzeugern. Die PV-Anlage liefert günstigen Strom zum Antrieb der elektrischen Wärmepumpe. Die Kombination aus Wärmepumpe und PV-Anlage steigert die Wirtschaftlichkeit des Gesamtsystems. Der überschüssige Solarstrom, der im Gebäude nicht zeitgleich verbraucht wird, lässt sich zur Ladung des Batteriespeichers nutzen.

Schließlich stellt die Brennstoffzellenheizung eine effiziente Lösung zur Wärmeversorgung dar. Diese Technologie nutzt die chemische Energie eines Brennstoffs, wie beispielsweise Erdgas und wandelt diese in elektrischen Strom und Wärme um. Gasbetriebene Brennstoffzellen sind extrem energieeffizient und sparen CO2 ein. Deshalb besteht für die Brennstoffzellentechnik eine besonders attraktive Förderung.

Alle modernen Wärmeerzeuger verfügen mittlerweile über eine Schnittstelle zum Internet und lassen sich somit bequem per App über Tablet oder Smartphone steuern. Das steigert nicht nur den Komfort, sondern ermöglicht zusätzliche Energieeinsparpotenziale.

Der Status Quo moderner Heizungstechnologien – von der effizienten Wärmeerzeugung bis hin zur Wärmeübergabe – ist auf der ISH zu sehen. Die Heizungsindustrie präsentiert in den Hallen 11 und 12 die neuesten Lösungen und Heizsysteme, die hohe Effizienz mit der verstärkten Nutzung erneuerbarer Energien kombinieren. Über diese Technologien und weitere Themen rund um den Wärmemarkt informiert die ISH zudem gemeinsam mit dem BDH und seinen Partnern im Rahmen des ISH Technologie und Energie Forums, das 2019 erstmals in Halle 11.1 stattfindet.

Digitale Heizungstechnik: Komfortabel, effizient und zukunftsorientiert

Die Digitalisierung ist in der Heizungsindustrie eines der zentralen Themen. Auf der ISH 2019 werden die Hersteller eine Vielzahl von „Digital Solutions“ und „Digital Systems“ präsentieren. Diese bieten dem Betreiber eines Heizsystems nicht nur ein Plus an Komfort, sondern ermöglichen zusätzliche Energieeinsparpotenziale. Für das SHK-Fachhandwerk ergeben sich somit neue Chancen und Möglichkeiten. Vor allem aber ist die Digitalisierung der Heiztechnik ein wichtiger Baustein für das Gelingen der Energie- und Wärmewende.

Heizungsapp auf einem Smartphone

Moderne Wärmerzeuger sind heute allesamt internetfähig, ein Teil der im Markt befindlichen Anlagen ist nachrüstbar. So greift der Betreiber eines Heizsystems heute zum Smartphone und aktiviert seine Heizungs-App, anstatt sich mit einer komplizierten Heizungssteuerung auseinanderzusetzen. Das System lässt sich bequem und komfortabel über das Smartphone oder Tablet steuern, egal ob von zu Hause oder von unterwegs. Zusätzlich hilft es auch, Energie zu sparen. Die Betriebszustände der Anlage sind jederzeit ersichtlich. Einträge können beispielsweise über eine solarthermische Anlage oder die Jahresarbeitszahlen von Wärmepumpen bzw. deren Einträge an Erd- und Umweltwärme sowie über digitale Lösungen dargestellt werden. Außerdem können An- und Abwesenheitszeiten der Bewohner erfasst und die Betriebszeiten der Heizung daran angepasst werden. Die heute äußerst präzisen lokalen Wetterdaten können die digitale Heizung von internetbasierten Wetterdiensten einlesen und den Betriebszustand, je nach Entwicklung der Wetterlage, optimieren. Nach einer Studie des Instituts für technische Gebäudeausstattung (ITG Dresden) im Auftrag des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) lassen sich über die Digitalisierung der Heizungstechnik Einsparpotenziale von bis zu 15 Prozent umsetzen.

Für das SHK-Fachhandwerk ergeben sich durch die Digitalisierung ebenfalls neue Chancen. Auf Wunsch des Anlagenbetreibers kann sich der Fachhandwerker auf den Server des Herstellers schalten. Ihm stehen dann umfangreiche Anwendungen zur Verfügung, welche die Überwachung der Heizungsanlage ermöglichen. Im seltenen Störfall kann der Fachhandwerker zunächst eine Ferndiagnose vornehmen. Ersatzteilmanagement sowie interne Prozesse können entsprechend optimiert werden. Dies ist vorteilhaft für die Kundenbindung und deren Gewinnung.

Internetfähigkeit der Heizung: Voraussetzung für die Sektorkopplung

Mit Blick auf den Umbau des Energiesystems hin zu mehr Effizienz und erneuerbaren Energien kommt der digitalen Heiztechnik ebenfalls eine wichtige Rolle zu. Im Sinne der Sektorenkopplung, also der Verzahnung der Sektoren Strom, Verkehr und Wärmemarkt, wird Strom aus erneuerbaren Energien künftig vermehrt zum Heizen in den Wärmemarkt gebracht. Allerdings ist dieser aus Wind und Sonne gewonnen Strom volatil, also nicht immer im gleichen Maße vorhanden. Hier bietet die Heizungsindustrie intelligente und digitale technische Lösungen.

Auf der ISH zeigen die Hersteller eine Reihe von Systemen, die verschiedene Komponenten und Energieträger intelligent digital miteinander verknüpfen. So können beispielsweise Strom und Erdgas oder Öl innerhalb eines hybriden Systems ein Versorgungsduo bilden. Die Wärmepumpe übernimmt die Teillast etwa im Sommer, Spitzenlasten werden über den Brennwertekessel abgefedert. Eine intelligente Steuerung regelt das optimale Zusammenspiel der Komponenten. Ergänzt werden kann das System über eine PV-Anlage, die ebenfalls mit der intelligenten Steuerung verbunden ist.

Einen Schritt weiter gehen Home Energy Management Systems (HEMS) im Smart Home der Zukunft. Im Zentrum dieses Systems steht ebenfalls eine Wärmepumpe in Kombination mit einer PV-Anlage. Weitere Komponenten können eine Ladestation für ein E-Auto, ein thermischer oder elektrischer Speicher sowie weitere Verbraucher sein. Über einen digitalen Energiemanager wird das Zusammenspiel sämtliche Erzeuger und Verbraucher CO2- und kostenoptimal miteinander geregelt. Dies sorgt für einen hohen Autarkiegrad des Gebäudes.

Über diese und andere Themen rund um den Wärmemarkt informiert der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH www.bdh-koeln.de) auf der ISH gemeinsam mit seinen Partnern im Rahmen des ISH Technologie und Energie Forums in Halle 11.1, Stand Nr. A06 und C06.

„Lebensmittel Luft“ auf der ISH: Gute Raumluftqualität zahlt sich aus

Menschen verbringen mehr als 80 Prozent ihrer Lebenszeit in geschlossenen Räumen − zu Hause, am Arbeitsplatz, im Fitnessstudio, Kino, Restaurant oder in sonstigen Einrichtungen. An all diesen Orten ist eine gute Luftqualität für die Gesundheit und das Wohlbefinden wichtig. Was aber macht eine gute Raumluftqualität (Indoor Air Quality) aus? Wovon ist diese abhängig? Und: Wie kann sie sichergestellt werden?

Wenn Aufenthaltsräume keine speziellen Belastungen mit hohen Konzentrationen an Schadstoffen aufweisen, die zum Beispiel durch Fertigungsprozesse entstehen, ist der entscheidende Schadstoff zur Beurteilung der Luftqualität der Gehalt an CO2. Viele Studien haben gezeigt, dass ab Konzentrationen von etwa 1.500 ppm CO2 in der Raum­luft die Konzentrationsfähigkeit deutlich abnimmt. Da Personen durch ihre Atmung rund 20 Liter CO2 pro Stunde an die Raumluft abgeben, werden in Wohn-, Arbeits- oder Schulräumen sehr schnell deutlich höhere Werte erreicht. Die Berufsgenossenschaften empfehlen daher in der Arbeitsstättenregel ASR 3.6, ebenso wie viele Normen und Richtlinien, die CO2-Konzentration dauerhaft unter 1.000 ppm zu halten, um gesundheitliche Beeinträchtigungen auszuschließen.

Die zukunftsweisenden Themen der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik sind auf der ISH live erfahrbar. (Quelle: Messe Frankfurt)

Neben CO2 belasten auch andere Stoffe die Raum- und damit die Atemluft: Beispielsweise Ausdünstungen aus Baumaterialien und Innenausstattung wie Klebstoffe und Teppichböden. Diese und andere Stoffe sollten daher aus Innenräumen entfernt werden.

Raumlufttechnische Anlagen: Verunreinigungen adé

Zweifellos kann in vielen Fällen eine befriedigende Raumluftqualität durch das Öffnen von Fenstern erreicht werden, aber niemals dauerhaft. Denn das Einströmen von kalter Luft im Winter oder heißer Luft im Sommer ruiniert die Energiebilanz des Gebäudes. Zudem ist das Öffnen von Fenstern an vielen innerstädtischen Standorten aufgrund von Lärm oder schlechter Außenluft keine gute Option. Eine dauerhafte Lösung zur Sicherstellung einer hohen Luftqualität bieten ausschließlich raumlufttechnische Anlagen, also Lüftungssysteme für Wohnungen und Arbeitsstätten. Für solche Anlagen wird der benötigte Außenluftvolumenstrom, der die Raumluftqualität sicherstellen soll – abhängig von der Personenanzahl und Fläche – genau berechnet. Dieser wird im Lüftungsgerät aufbereitet, dabei werden Partikel, Staub, Pollen und Schadstoffe entfernt, gefiltert und über Luftleitungen in die Räume geleitet. Gleichzeitig wird belastete Luft aus den Räumen abgeführt. Die ständige Zu- und Abführung von Luft führt zu einer dauerhaft guten, hygienischen einwandfreien Luftqualität – auch ohne eine häufig störende Fensteröffnung.

Solche raumlufttechnischen Anlagen bieten über das Sicherstellen der Luftqualität hinaus viele weitere positive Eigenschaften: Je nach Bedarf an Heizung oder Kühlung kann die per Ventilator in das Gerät angesaugte Außenluft gekühlt, erwärmt sowie be- oder entfeuchtet werden, um für die Personen einen guten thermischen Komfort zu bieten. Alle Lüftungsgeräte werden mit Systemen zur Wärmerückgewinnung ausgestattet, die in der Lage sind, der Abluft bis zu etwa 90 Prozent thermische Energie zu entziehen. Sie wärmen oder kühlen damit die Zuluft. Diese Wärmerückgewinnung spart erhebliche Heiz- oder Kühlleistungen.

Auf der ISH sind diese zukunftsweisenden Themen der Kälte-, Klima- und Lüftungstechnik live erfahrbar und ein zentraler Bestandteil des Bereichs Energy. Die mit über 2.400 Ausstellern weltweit größte Show für den Verbund von Wasser und Energie findet vom 11. bis 15. März 2019 mit neuer Tagesfolge (Montag bis Freitag) in Frankfurt am Main statt. Hier widmen sich nationale und internationale Markt- und Technologieführer Themen wie zum Beispiel Indoor Air Quality, digitale Heizungstechnik oder IoT in der Gebäudeautomation. Dabei stehen auch zahlreiche Innovationen zur Schonung der Ressourcen im Vordergrund. Die ISH ist zudem der weltweit größte Showroom für moderne Badkonzepte und nachhaltige Sanitärlösungen.

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